Woran erkennst du einen guten Tauchlehrer?
Wenn du Tauchen lernen möchtest, ist die Wahl der richtigen Tauchschule wichtig. Noch wichtiger ist jedoch eine Person, die dich während deiner Ausbildung begleitet: dein Tauchlehrer.
Der Instructor ist derjenige, der dich Schritt für Schritt an das Tauchen heranführt. Er erklärt dir die Theorie, zeigt dir den Umgang mit deiner Tauchausrüstung und begleitet dich bei deinen ersten Atemzügen unter Wasser.
Gerade am Anfang entscheidet ein guter Tauchlehrer oft darüber, ob du dich unter Wasser sicher und wohl fühlst – oder ob du unsicher bist.
Deshalb lohnt es sich, den Instructor nicht nur nach dem ersten Eindruck zu beurteilen, sondern auch einen genaueren Blick auf seine Erfahrung und seine Arbeitsweise zu werfen.
Erfahrung ist einer der wichtigsten Faktoren
Ein Instructor kann noch so sympathisch sein – entscheidend ist vor allem seine Erfahrung in der Tauchausbildung.
Ein Tauchlehrer, der regelmäßig Schüler ausbildet, hat bereits viele unterschiedliche Situationen erlebt. Er weiß, welche Schwierigkeiten Anfänger häufig haben und kann individuell darauf eingehen.
Ein Instructor mit viel Erfahrung erkennt zum Beispiel schneller:
wenn ein Schüler nervös ist
wenn jemand Probleme mit der Tarierung hat
wenn eine Übung noch einmal erklärt werden muss
Diese Erfahrung sorgt dafür, dass du dich während deiner Tauchausbildung sicher fühlst.
Seit wann ist der Tauchlehrer zertifiziert?
Eine einfache, aber sehr wichtige Frage lautet:
Seit wann ist dein Instructor zertifiziert?
Viele Taucher werden jedes Jahr zu Tauchlehrern ausgebildet. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jeder Instructor bereits viel Ausbildungserfahrung gesammelt hat.
Ein Instructor, der seine Zertifizierung erst vor kurzer Zeit erhalten hat, befindet sich meist noch am Anfang seiner Laufbahn.
Ein Tauchlehrer, der bereits mehrere Jahre aktiv ist, hat dagegen oft schon viele Taucher ausgebildet und entsprechend mehr Routine.
Wie viele Schüler wurden bereits ausgebildet?
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anzahl der Taucher, die ein Instructor bereits ausgebildet hat.
Du kannst ruhig fragen:
Wie viele Tauchkurse hast du bereits durchgeführt?
Wie viele Taucher hast du ungefähr ausgebildet?
Wie regelmäßig finden deine Tauchkurse statt?
Ein Instructor, der regelmäßig Taucher ausbildet, entwickelt automatisch mehr Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Schülern.
Das sorgt für eine bessere und strukturiertere Tauchausbildung.
Hauptberuflicher Tauchlehrer oder Nebenjob?
Ein weiterer Punkt, den viele Anfänger übersehen, ist die Frage, ob ein Instructor hauptberuflich oder nebenbei arbeitet.
Ein hauptberuflicher Tauchlehrer:
ist regelmäßig im Wasser
führt häufig Tauchkurse durch
sammelt kontinuierlich Erfahrung
Ein Instructor, der nur gelegentlich Kurse anbietet, hat meist deutlich weniger Routine in der Ausbildung.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Ausbildung schlecht ist – aber Erfahrung entsteht nur durch Praxis.
Instructor-Zertifizierungen lassen sich überprüfen
Viele große Tauchsportorganisationen bieten die Möglichkeit, Instructor-Zertifizierungen zu überprüfen.
Dazu gehören zum Beispiel:
PADI
SSI
SDI
CMAS
VDST
andere internationale Tauchsportorganisationen
Auf den Websites dieser Organisationen kannst du häufig nachsehen, ob ein Instructor aktiv registriert ist.
So kannst du herausfinden:
ob der Tauchlehrer aktuell aktiv ist
ob er offiziell registriert ist
zu welcher Tauchschule er gehört
Diese Informationen können dir helfen, ein besseres Bild von deinem zukünftigen Instructor zu bekommen.
Ein guter Tauchlehrer nimmt sich Zeit
Ein weiteres wichtiges Merkmal eines guten Tauchlehrers ist seine Einstellung zur Ausbildung.
Ein professioneller Instructor:
beantwortet deine Fragen geduldig
erklärt Übungen verständlich
nimmt sich Zeit für einzelne Schüler
sorgt dafür, dass du dich sicher fühlst
Wenn ein Instructor dagegen gestresst wirkt oder Übungen nur schnell „durchzieht“, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Ausbildung nicht im Mittelpunkt steht.
Der zweite Blick lohnt sich
Der erste Eindruck eines Tauchlehrers kann sehr positiv sein. Doch gerade beim Tauchen lohnt es sich, noch einmal genauer hinzuschauen.
Informiere dich über den Instructor, stelle Fragen und versuche herauszufinden:
wie viel Erfahrung er hat
wie häufig er ausbildet
wie seine Tauchausbildung organisiert ist
Ein guter Tauchlehrer sorgt nicht nur dafür, dass du deine Zertifizierung bekommst – er sorgt dafür, dass du ein sicherer Taucher wirst.
Fazit
Der Tauchlehrer ist einer der wichtigsten Faktoren deiner Tauchausbildung.
Nimm dir deshalb Zeit, deinen Instructor kennenzulernen und ein paar Fragen zu stellen. Erfahrung, Geduld und Professionalität sind entscheidend für eine gute Ausbildung.
Ein guter Tauchlehrer sorgt dafür, dass du dich unter Wasser sicher fühlst und langfristig Freude am Tauchen hast.